DER BALLONVERKÄUFER
- vor 1 Tag
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Als ich klein war, liebte ich Luftballons.
Ich mochte die Farben, die Formen, diese fast absurde Leichtigkeit, mit der etwas so Einfaches so besonders wirken konnte. Als Kind hatte ein Luftballon etwas an sich, das ausreichte, um einen Tag ein bisschen schöner zu machen.
Auch heute fallen sie mir noch auf.
Aber nicht mehr auf die gleiche Weise.
Wenn ich heute jemanden sehe, der Luftballons verkauft, bleibt mein Blick nicht mehr so sehr am Rot, Gelb oder Blau oder an der Figur auf dem Ballon hängen.
Ich schaue auf die Person, die die Schnüre in der Hand hält.
Und ich beginne, mich zu fragen.
Wie lange steht sie wohl schon dort?
Wie viele Luftballons muss sie bis zum Ende des Tages verkaufen?
Wartet jemand zu Hause auf sie?
Mag sie ihre Arbeit?
Wie viele Kinder hat sie heute schon lächeln sehen?
Und wie viele sind vorbeigegangen, ohne dass jemand etwas gekauft hat?
Es ist interessant, wie sich unser Blick verändert, wenn wir älter werden.
Als Kind sah ich den Luftballon.
Heute sehe ich auch die Hand, die ihn hält.
Und vielleicht bedeutet Erwachsenwerden ein bisschen genau das.
Weiterhin dieselben Dinge anzuschauen, aber dabei etwas zu sehen, das uns früher entgangen ist.



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